Tonight I can write
the saddest lines.
To think that I do not have her.
To feel that I have lost her.

- Pablo Neruda (excerpt)

30 Okt 2007

Öffentliche Verkehrsmittel ohne Buch

Allgemein, Berlin, Tagebuch

Heute war es tatsächlich mal wieder so weit. Ich habe mein buch zu Haus vergessen. Horror pur war also heute angesagt. Unterstützt wurde das ganze von der Bücherei Ludwig, die ihren Shop gerade umbauen und ich keine Lust hat den Shop im Untergeschoss zu besuchen.

Gleich in der Straßenbahn begegneten mir die ersten Kreaturen des Tages. Zwei Wesen, der Form nach Birnen mit Köpfen. Ganz klar, mit dem Alter kommen die Falten. Dies nach dem Luftballon-Prinzip lösen zu wollen ist ein Ansatz, doch nicht wirklich effektiv und schon gar nicht ansehnlich. Diese beiden waren wohl der Meinung, wenn man viel isst, füllt das Fett die Schluchten im Gesicht wieder aus. Ja, hat geklappt - glaub ich. Ich war schockiert. Das weiß ich genau. Neben diesen beiden Birnen waren jede Menge andere Obstsorten unterwegs.

Warum laufen in Berlin so viele Idioten herum?

Die Antwort liefert uns die S-Bahn GmbH. Denn neben der Nichterbringung von Dienstleistung, die Frechheit meinen Tag zu regeln, und zwar in Bezug auf aufstehen und zu Arbeit gehen, übernimmt die S-Bahn GmbH auch eine wichtige Rolle bei Prägung der Berliner. Millionen Menschen hören Tag für Tag die Worte: “Zurückbleiben bitte”. Ein großer Teil der Berliner hat dies verinnerlicht und ist zurückgeblieben. Herzlichen Glückwunsch. Nie werde ich die dankbaren Blicke der Obstmenschen vergessen, die hören auf welcher Seite der S-Bahn/U-Bahn sie aussteigen müssen. Verwirrt reagieren sie auf Strecken bei denen dies nicht angesagt wird. Wenn ein hilfesuchender Blick zu mit driftet zeige ich stumm auf die Anzeige, die meist einen subtilen Pfeil in die richtige Richtung aufweist. Entbehrt diese Bahn jedoch jeglicher Anzeige zucke ich mit der Schulter und schaue weg. Was soll ich auch machen? Für mich ist solch ein Verhalten nicht nachvollziehbar. Der Bahnhof ist doch sichtbar!

Hart wird es für solche Menschen Warschauer Strasse. Dort hat man meist zwei Seiten zum aussteigen. Welch menschliche Dramen sich da wohl abspielen. Familien die auseinander gerissen werden, nur weil die einen links und die anderen rechts aussteigen wollen, Menschen die sich nicht trauen auszusteigen, weil sie nicht wissen welcher Bahnsteig real ist. Oder sie einfach verwirrt sind und der Kopf gänzlich aussetzt. Eine Ansage hätte dies alles verhindern können. Aber was solls - wir sind alle ein großes Laborprojekt.

OMG - ich muss ohne Buch wieder zurück

  

Popularity: 20% [?]

This entry was posted on Dienstag, Oktober 30th, 2007 at 19:02 and is filed under Allgemein, Berlin, Tagebuch. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

4 Responses to “Öffentliche Verkehrsmittel ohne Buch”

  1. See my profile on MyBlogLog.com!

    Nimm es leicht, blue-matrix… es wird dunkler sein. Und anscheinend gefällt DIr die CD ja doch ganz gut ;o) Hab ich es nicht gesagt?! ;o)

    Gruß
    Sprottenvieh

  2. See my profile on MyBlogLog.com!

    Du bist echt ein Arsch!

  3. See my profile on MyBlogLog.com!

    Öhm,.. hab ich dich in der Bahn gesehen? Und vor allem wofür habe ich dieses Kommentar überhaut verdient? Dass ich eine Meinung habe? Ich war noch nett!! Ganz sicher - den die beiden Birnenmenschen haben in der vollen Strassen-Bahn gegessen. Diese Tatsache habe ich nicht erwähnt.

    LG - blue-matrix

  4. See my profile on MyBlogLog.com!

    Es ist wirlich traurig, hier unqualifizierte Kommentare lesen zu müssen, noch dazu zu Themen über die ein jeder wirklich nachdenken sollte. Nicht nur nachdenken - nein, vor allem auch sich selbst reflektieren…

Leave a Reply

Quicktags: