14 Mär 2007
Einem geschenktem Gaul …
…schaut man nicht ins Maul. So heißt es und so handeln wir nicht. Tut uns jemand etwas Gutes wollen wir erstmal den Haken finden. Kleine Berichtigung - ich versuche es nicht. Warum auch? Ich bin der Meinung, wenn ich einem Menschen was gutes tun kann, dann mache ich es. Hat ein anderer Mensch vor etwas für mich zu tun, dann nehme ich dies gern an. Worum geht es?
Vor Jahren arbeitete ich mal bei einer Finanzberatung. Da beschäftigten wir uns mit dem Menschen. Ganz klar, ein wenig sollte man mit Menschen umgehen können. Unser “Lehrer” stelle in einem Seminar die Theorie auf, wenn man dem Menschen einfach so hilft wird dieser dies ablehnen. Der Beweis folgte noch in der selben Stunde. Uns wurden zehn 100 DM Scheine in die Hand gedrückt, die wir versuchen sollten auf der Straße zu verschenken. In einer Stunde schafften wir es einen davon loszuwerden. 
Warum?
Auf dem Satz: “Ich schenke Ihnen diesen Geldschein.” begann sofort die Suche nach dem sprichwörtlichem Haken. Nachdem jedem versichert worden war, dass es keinen Haken gibt wollte trotzdem niemand diesen Schein haben. (Bis auf den Einen - der nahm ihn sofort, dankte und ging.)
Dieses Prinzip setzt sich in fast allen Bereichen durch.
Bring jemanden eine Blume mit, er wird dich fragen: wofür?.
Schenke jemanden ein Lächeln und du bekommst die Frage: Warum?.
Geh am Morgen los, kaufe für jemanden Tee gegen Erkältung und du bekommst Unglauben und Misstrauen.
Biete jemanden an ihm eine Homepage kostenfrei zu basteln und er wird ablehnen weil er kein Geld hat oder weil er nicht weiß, was er für dich tun kann.
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Diese Liste lässt sich unendlich weiter fortsetzen. Ich bin nun wirklich nicht geeignet nachzuvollziehen was in einem Menschen vor sich geht, aber dies verstehe ich erst recht nicht. Ich kann es noch nicht mal nachvollziehen.
Egal was man macht es scheint besser einen Haken mitzuliefern. Es erspart die frustrierenden Erklärungen, das es diesen einfach nicht gibt.
Ist es so schwer anzunehmen, was andere zu geben haben? Ist es so schwer einen Gefallen zu als diesen zu erkennen und zu akzeptieren? Ist es so viel einfacher eine Geste in Frage zu stellen? Klar: Stelle alles in Frage, ist eine immer wiederkehrende Aufforderung. Doch sollte man bei der Anwendung ein wenig Nachdenken.
Ich für meinen Teil werde weiterhin ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich jemanden etwas anbiete und kein Haken dabei ist.
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