14 Jan 2007
Guter Tag, schlechter Tag, guter Tag, …..
Berlin, Chaya, Gedanken, Tagebuch
Alles drin, und das für nichts. Oder auch für alles. Was ist ein Sonntag Wert? Nichts? Alles? Hin und Rückfahrt. Glaube und Unglaube.
Hin- und Rückfahrt
Arbeiten am Sonntag. Eine Fahrt auf Arbeit, das Übel kommen sehen und wieder nach Haus. Warum das? Ich mag meinen Job, doch hätte ich die Wahl gehabt, wäre ich gern länger im Bett geblieben und hätte die Zeit mit meinem Engel genossen, welcher nun den ganzen Tag lernte und Kindern dabei zu sah, wie sie die achtlos weggeworfenen Weihnachtsbäumen endgültig zu Tode quälten. Großstädter haben einen seltsamen Sinn für Humor. Warum kaufen sie einen Baum, den man danach einpflanzen kann, wen sie Ihn doch wegwerfen? Der Große Teil der Menschheit scheint aus Idioten zu bestehen. Zu Blöde zum denken. Doppelmoral?
Aber ich durfte ja nach Haus fahren. Wo ist zu Hause? Da wo ich lebe? Mein “zu Hause” ist da wo Chaya ist. Also meist weit weg von mir.
Glaube und Unglaube
Tja - dass mir immer seltsames passiert war ja klar, aber das….
Ich ging Hauptbahnhof … Ach nein - anders. Ich habe gerade mein Seefahrer Jackett (Marine) aus dem Schrank gekramt. Industrie sei dank, es ist nicht mehr so kalt. ^^ Am linken Arm habe ich die das Logo von SOKO Friedhof - eine schwarze Armbinde mit den drei gestürzten Kreuzen. Ach und ich hatte es eilig - ich war auf dem Weg zur Arbeit. Ok - Nun weiter. Hauptbahnhof - ich bin auf dem Weg durch die Halle. Da treffe ich auf einer Gruppe junger Männer - ja ihr kennt sie sicher. Immer im Anzug, gediegen und dunkel, Rucksack auf dem Rücken und ein kleines Namensschildchen am Jackett. Ich glaube das sind Mormonen auf ihrem Missionarsjahr. Nungut - ich bekammm gerade noch mit, wie einer aus der Gruppe einen anderen antippte und auf mich zeigte. Ich ging still in mich lächelnd weiter. Plötzlich tippte es auf meine Schulter. Meist hat dies nichts gutes zu bedeuten - lange Erfahrungen. Ich drehte mich also um - möglichst selbstbewusst. Ich schaute geradewegs in das Gesicht eines der jungen Männer. Er fragte mich, ob er sich ein wenig mit mir unterhalten dürfe. Klar, dass ich wie immer offen und ehrlich antwortete. “Nein Onkel, ich kenn das schon. Erst ziehst du mich aus und dann darf ich deinen Zauberstab berühren,… . Bevor ich weiterreden konnte, sah ich seine Hand kommen. Aber er schaffte es sich zu beherrschen. Glaub und Unglaube.
Ich mag es sehr, dass ich meine Klappe in solchen Situationen einfach nicht halten kann.
Also. Dies war ein Tag, mit zweifelhaftem Wert und doch weiß ich, das er zumindest unbezahlbar war. 
Popularity: 22% [?]