04 Jan 2007
Nacht, Gedanken und Klingen
Tja - es war eine dieser Nächte, in denen man sich selbst aufschneidet nur um zu sehen, ob Blut raus kommt. Mich verbrennt die Nacht,… Ich gebe es zu, ich habe wieder angefangen das Buch Uns verbrennt die Nacht von Craig K. Strete zu lesen. Es ist einfach klasse geschrieben. Eventuell sollte ich sagen, dass der beginnende Satz so nicht in dem Buch steht. 
Ok - ich verbrachte die Nacht im Bett, allein mit meinen Gedanken. Ich weiß nun, dass Einsamkeit nicht dabei hilft nachzudenken. Mein Kopf war kurz davor zu platzen. Innerer Druck. Ich wünschte, dass ich herausfinde, warum dies so ist. Ich habe keinen Anhaltspunkt für meine Gedenke. Gegen Mitternacht war ich soweit weg, dass alles allein lief. Ich hatte eine Klinge - woher? Keine Ahnung. Sie war einfach da und hat mich angelächelt. Mir Dinge versprochen, sie war einfach da für mich. Ich bin verwirrt. Ich hab doch Menschen, die für mich da sein würden. Da bin ich mir sicher. Doch wenn ich über meinen Urlaub so nachdenke, fällt mir auf, dass ich meine Wohnung nun besser kenne und selbst - allein kaum draußen war. Falle ich zurück? Sind selbst Nachts zu viel Menschen unterwegs? Meine Wohnung ist meine Festung! Und nur da fühlt sich mein Kopf zu Haus.
Mein Bauch vermittelt mir ein ungutes Gefühl. Was soll ich damit anfangen? Ich will nach draußen. Ich denke an die Nacht zurück, in der ich mich einfach ins kalte Wasser fallen gelassen habe. Furchtbar und doch verlockend. Der Körper wird umspült vom Wasser. Ein einzelner Schmerz durchströmt dich. Und dann Ruhe. Der Kopf schweigt. Betäubt treibe ich dahin und versinke in eine neue Welt. Weg von hier. Ich hänge meist an meinem Leben. Daher sollte ich weniger von solchen Sachen träumen und mir Gedanken machen, was ich in der Zukunft anders machen kann. Antrainiertes Verhalten ist leider etwas schwer zu ändern. Und es wirkt doch so gut - oder?
Rote Tränen - rote Tränen, meine rote Tränen. Sie sehen so schön aus auf der Haut. Es stören nur die anderen Schnitte, zerstören den Gesamteindruck.
Ich denke mal, es reicht für heute. Angst lähmt meine Hände - vermag nicht mehr zu schreiben, Angst lähmt meine Gedanken - ich vermag nicht mehr klar zu denken.
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